Zukunft der Arbeit mit KI: Wie Mensch und Maschine bis 2035 zusammenarbeiten
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Untertitel: Wie KI vom Werkzeug zum Co-Piloten wird – und warum menschliche Fähigkeiten wichtiger denn je bleiben.
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Wo wir 2035 stehen
Studien erwarten, dass bis 2035 rund ein Fünftel bis ein Viertel der heutigen beruflichen Aufgaben teilweise automatisiert werden könnte, was etwa einem Arbeitstag pro Woche entspricht. [McKinsey Studie] Besonders stark wachsen laut Prognosen Tätigkeiten in Gesundheit, Bildung und Management, während Routinetätigkeiten durch Robotik und Data Analytics zunehmend von Maschinen übernommen werden.
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Gleichzeitig entsteht ein neues Normal: verteilte, digitale Arbeit, in der Mitarbeitende von überall arbeiten und KI-Systeme Prozesse, Meetings und Workflows orchestrieren. An vielen Arbeitsplätzen verschiebt sich der Schwerpunkt von manueller Ausführung hin zu Steuerung, Bewertung und Gestaltung von KI-gestützten Systemen.
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Mensch und Maschine als Team
Viele Zukunftsszenarien sehen KI bis 2035 nicht als Konkurrenz, sondern als komplementären Partner, der Geschwindigkeit und Präzision liefert, während Menschen Kontext und Urteilskraft einbringen. Mensch und Maschine bilden dabei ein Duo, in dem KI Daten analysiert, Optionen vorschlägt und Routinearbeit übernimmt, während Menschen priorisieren, entscheiden und Verantwortung tragen.
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Unternehmen richten ihre Arbeitskultur zunehmend auf kooperative Intelligenz aus: Entscheidungen entstehen in Mensch-Maschine-Kollaboration, und technologisches Grundverständnis wird zu einer zentralen Führungsqualität. Statt „Wer ist besser – Mensch oder KI?“ rückt die Frage in den Fokus, wie beide so kombiniert werden können, dass neue Lösungen für die Zukunft der Arbeit mit KI entstehen.
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Neue Rollen im Jahr 2035
Bereits heute zeichnen sich Berufsprofile ab, die direkt an der Schnittstelle von Mensch und KI entstehen und bis 2035 deutlich verbreitet sein dürften. Dazu zählen etwa Rollen, die Systeme trainieren, ihr Verhalten überwachen oder deren Wirkung auf Menschen gestalten.
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- KI- oder Roboter-Trainer: Verantwortlich dafür, Modelle mit passenden Daten, Feedback und Werten zu versorgen und ihre Leistung im Alltag nachzujustieren.
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- Privacy- und Trust-Manager: Spezialisten für Datenschutz, Transparenz und Fairness in KI-Anwendungen, die Richtlinien entwickeln und überwachen.
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- Data Scientists und KI-Manager: Fachkräfte, die KI-Modelle auswählen, betreiben und mit Geschäftsprozessen verzahnen.
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- Experience-Designer und Change-Manager: Rollen, die sicherstellen, dass Menschen KI-Lösungen verstehen, akzeptieren und sinnvoll nutzen.
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Viele dieser Jobs existieren bereits in Keimform; bis 2035 werden sie laut Analysen zum festen Bestandteil moderner Organisationen gehören.
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Wie sich Arbeit konkret verändert
Mehrere Studien skizzieren ähnliche Tendenzen für die Arbeitswelt bis 2035, in der Automatisierung und KI tief in den Alltag eingebettet sind. Sie zeigen, dass nicht nur einzelne Jobs verschwinden, sondern Arbeitsinhalte, Abläufe und Kompetenzprofile sich grundlegend verschieben. [BMBF Zukunft der Arbeit]
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- Automatisierte Routine: Einfache, zeitaufwendige Tätigkeiten – von administrativen Tasks bis zu standardisierten Analysen – werden weitgehend automatisiert, was Zeit für anspruchsvollere Aufgaben freisetzt.
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- Flexible Modelle: Plattform- und Projektarbeit nehmen zu, bei denen Menschen räumlich flexibel mit Unternehmen zusammenarbeiten, unterstützt durch intelligente Assistenzsysteme.
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- Produktivitätssprünge: Führungskräfte erwarten deutliche Produktivitätsgewinne, oft durch persönliche digitale Assistenten, die Workflows lernen und optimieren.
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- Neue Lernkultur: Umschulung und kontinuierliche Weiterbildung werden zur Normalität, weil Tätigkeiten sich schneller verändern als klassische Karrierepfade.
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Chancen: Aufwertung menschlicher Arbeit
Richtig eingesetzt kann KI Arbeit nicht nur effizienter, sondern auch menschlicher machen, indem sie repetitive Tätigkeiten reduziert und Raum für Interaktion und Kreativität schafft. Wenn Systeme Routinearbeit übernehmen, gewinnen Menschen mehr Zeit für Problemlösung, Innovation und Beziehungsarbeit mit Kunden und Teams.
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Organisationen, die KI als Co-Pilot verstehen, berichten in Szenarien von höherer Arbeitszufriedenheit, weil Mitarbeitende stärker in Bereichen eingesetzt werden, in denen sie Stärken und Interessen einbringen können. Gleichzeitig eröffnen sich neue Geschäftsmodelle, in denen datengetriebene Services, personalisierte Angebote und adaptive Prozesse zum Standard werden.
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Risiken: Abhängigkeit, Ungleichheit, Kontrollverlust
Die Zukunft der Arbeit mit KI ist kein Selbstläufer, denn schnelle Automatisierung ohne begleitende Bildungs- und Sozialpolitik kann zu Verunsicherung und Ungleichheit führen. Szenarien zeigen, dass bestimmte Berufsgruppen stärker von Verdrängung betroffen sind, während andere deutlich profitieren.
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- Polarisierung: Hochqualifizierte Wissensarbeitende profitieren stärker von KI, während Menschen in schlecht bezahlten Routinejobs unter Druck geraten.
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- Kompetenz-Erosion: Wer kritische Fähigkeiten dauerhaft an Systeme delegiert, riskiert, selbst Urteilskraft zu verlieren und Entscheidungen nicht mehr nachvollziehen zu können.
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- Vertrauens- und Sicherheitsfragen: Ohne klare Regeln zu Transparenz, Haftung und Arbeitsschutz kann die Zusammenarbeit mit autonomen Systemen als bedrohlich oder unfair wahrgenommen werden.
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Viele Expertengremien sehen daher Governance, Ethik und Mitbestimmung als Schlüsselfaktoren einer gelingenden KI-Arbeitswelt.
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Arbeit heute vs. 2035
Vergleicht man die heutige Arbeitswelt mit möglichen Szenarien für 2035, zeichnen sich klare Verschiebungen in Rolle der KI, Arbeitsort und Kompetenzprofilen ab. Diese Entwicklung verläuft nicht abrupt, sondern in Etappen, die bereits jetzt sichtbar sind.
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| Aspekt | Heute (ca. 2025) | 2035-Szenario |
|---|---|---|
| Rolle von KI | Tool für einzelne Aufgaben | Integrierter Team-Co-Pilot |
| Anteil automatisierter Arbeit | Steigend, selektiv | Rund 20–25% der Aufgaben teilweise automatisiert |
| Arbeitsort | Hybrid, teils Büropflicht | Überwiegend ortsunabhängig und plattformbasiert |
| Kernkompetenzen Mensch | Fachwissen, Ausführung | Urteilskraft, Kreativität, Empathie, Lernfähigkeit |
| Weiterbildung | Projektbezogen, punktuell | Kontinuierlich, karrierebegleitend und stark gefördert |
Welche Skills bis 2035 zählen
Damit Mensch-Maschine-Teams funktionieren, verschiebt sich der Kompetenzfokus von reiner Fachausführung hin zu Fähigkeiten, die KI ergänzen statt mit ihr zu konkurrieren. Unternehmen und Bildungseinrichtungen richten Programme zunehmend auf diese sogenannten „Future Skills“ aus.
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- AI Fluency: Grundverständnis für Funktionsweise, Grenzen und Risiken von KI, ohne selbst Entwickler sein zu müssen.
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- Data Literacy: Fähigkeit, Daten einzuordnen, Visualisierungen zu interpretieren und Modellvorschläge kritisch zu hinterfragen.
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- Meta-Skills: Kreativität, Kommunikation, Kollaboration und ethisches Denken, die schwer automatisierbar sind und im Zusammenspiel mit KI an Wert gewinnen.
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Führungskräfte lernen zusätzlich, Verantwortung mit Systemen zu teilen, etwa indem sie festlegen, welche Entscheidungen automatisiert werden dürfen und wo bewusst ein „Human in the Loop“ bleibt.
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Wie Organisationen sich jetzt vorbereiten
Unternehmen, die bis 2035 vorne mitspielen wollen, müssen heute Strukturen für kooperative Intelligenz aufbauen und KI strategisch verankern. Es reicht nicht, einzelne Tools einzuführen, wenn Kultur, Prozesse und Kompetenzen unverändert bleiben.
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- Strategische Integration: KI als Bestandteil der Gesamtstrategie, von Produktentwicklung bis Personalpolitik, statt als isoliertes IT-Projekt.
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- Kultur der Neugier: Transparenz, Fehlerfreundlichkeit und Lernbereitschaft fördern, damit Teams mit neuen Tools experimentieren können.
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- Klare Governance: Leitlinien zu Datennutzung, Mitbestimmung und Verantwortung definieren, um Vertrauen aufzubauen.
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Organisationen, die Mensch und Maschine als gemeinsames System denken, werden laut Szenariostudien resilienter, innovativer und anpassungsfähiger sein als Wettbewerber, die nur auf Kostensenkung durch Automatisierung setzen.
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Fazit: Der Puls der Arbeit 2035
Zukunftsstudien zeichnen kein Bild einer arbeitslosen Gesellschaft, sondern einer Arbeitswelt, die sich grundlegend wandelt und in der KI tief integriert ist. KI erledigt mehr Aufgaben, macht aber gleichzeitig menschliche Beiträge sichtbarer, weil klarer wird, wo Technik endet und Verantwortung beginnt.
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Ob diese Zukunft inklusiv, gerecht und sinnstiftend wird, hängt weniger von den Fähigkeiten der Systeme ab als von den Entscheidungen, die heute in Unternehmen, Bildung und Politik getroffen werden. Die Weichen für eine kooperative, menschzentrierte Arbeitswelt 2035 können schon jetzt gestellt werden – in jedem Team, in jedem Projekt, bei jeder Entscheidung, KI als Werkzeug oder als Partner zu sehen.
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Die Zukunft der Arbeit mit KI ist damit kein fertiges Szenario, sondern ein Prozess, den Menschen und Maschinen gemeinsam gestalten – Schritt für Schritt, Code für Code, Idee für Idee.
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Quellen
- Zukunftsforschung: Wie arbeiten wir in 2035? (rz10.de)
- Zukunft der deutschen Technologieindustrie: 4 Szenarien (Deloitte)
- Bertelsmann Stiftung – Leben, Arbeit, Bildung 2035+
- McKinsey Studie – Eine neue Zukunft der Arbeit
- Cloud Magazin – Vier Tendenzen, wie Arbeit im Jahr 2035 aussehen wird
- Built Smart Hub – Die Zukunft der Arbeit: Wie Mensch und KI gemeinsam Großes bewegen
- Hype Innovation – Die Zukunft der Arbeit: Ein Ausblick auf 2030
- Bertelsmann Stiftung – Wie leben wir ab 2035? KI-Technologie im Alltag
- Fractional Imagineering – The Future of Work and AI 2035
- Umantis – So verändern KI, Kultur & New Work die HR-Strategie
- KeepBlue – Die Spielregeln ändern sich jetzt: Arbeitswelt 2035
- Imagining the Digital Future – Being Human in 2035
- Vanguard – KI, Produktivität und die Zukunft der Arbeit
- KAN – Künstliche Intelligenz zur Förderung der Sicherheit am Arbeitsplatz
- Süddeutsche Zeitung – Menschen werden der KI auch 2035 etwas voraushaben
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Die im Text verwendeten Nummern in eckigen Klammern verweisen auf diese Quellen.
